Schulsozialarbeit

Mein Name ist Ingrid Herz, ich bin Dipl. Sozialpädagogin (FH) und Mediatorin (Univ.) und seit Januar 2015 für die Schulsozialarbeit an der Adalbert-Stifter-Grundschule sowie der Grundschule Leuterschach-Wald verantwortlich. Die Halbtagsstelle steht unter der Trägerschaft der Katholischen Jugendfürsorge Augsburg.  

Das Arbeitsfeld "Schulsozialarbeit" ist eine der engsten Formen der Kooperation zwischen den zwei staatlichen Systemen Jugendhilfe und Schule.

Die Schulsozialarbeit begibt sich in das Lebensfeld der jungen Menschen, hier in einen speziellen, für Kinder und Jugendliche wichtigen Ort, die Schule. Denn die Schule ist nicht nur Lernort, sondern vor allem auch Lebensort. 

Hier eignen sich Kinder und Jugendliche das fachliche Wissen an, das sie im späteren Leben benötigen, aber auch soziale Kompetenzen und gesellschaftliche Grundwerte. 

Für die vielen kleinen und manchmal auch größeren Sorgen, Ängste und Probleme, die (nicht nur) der Schulalltag für alle Beteiligten mit sich bringt, stehen Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter als verlässliche und vertrauliche Ratgeber und Vertrauenspersonen zur Seite. Dabei kann das Leistungsspektrum der Schulsozialarbeit sowohl von Schülerinnen und Schülern als auch von Eltern und Lehrkräften in Anspruch genommen werden. 

Als ein Aufgabengebiet der Jugendhilfe nach dem KJHG des SGB VIII fördert die Schulsozialarbeit gemeinsam mit der Schule die individuelle und soziale Entwicklung von Kindern und Jugendlichen und berücksichtigt dabei deren unterschiedliche Lebenslagen. Schulsozialarbeit trägt so dazu bei, Benachteiligungen zu vermeiden und abzubauen, indem sie sehr frühzeitig Ausgrenzungen und dem Risiko des Scheiterns an der Schule entgegenwirkt. 

In enger Zusammenarbeit mit der Schulleitung, den Lehrerinnen und Lehrern, Ihnen als Eltern und natürlich den Schülerinnen und Schülern finden wir tragfähige Lösungen für ein erfolgreiches Lernen und ein gutes Miteinander. Nachfolgend finden Sie einen Überblick der wichtigsten Ziele und Aufgaben der Schulsozialarbeit. 

 

Ziele der Schulsozialarbeit

  • Primärprävention: Die Primärprävention setzt möglichst früh an und will der Entstehung von Risikoverhalten bzw. Symptomen zuvorkommen. Sie richtet sich an alle Kinder und Jugendlichen und versucht, u. a. durch die Stärkung sozialer Kompetenzen, Gefährdung zu verhindern.
  • Sekundärprävention: Die Sekundärprävention zielt auf eine möglichst frühe Erfassung von beobachteten Risiken bzw. Symptomen. Sie bietet also vorbeugend Hilfen in belastenden Situationen, die sich zu Krisen ausweiten könnten.
  • Mitgestaltung einer schülerfreundlichen Umwelt
  • Einzelfallhilfe
  • Vernetzung

     

Aufgaben der Schulsozialarbeit

Aufgaben für die Schulsozialarbeit ergeben sich einerseits aus Bedarfslagen, die durch das Miteinander der Kinder in der Schule und durch die Anforderungen des Systems Schule entstehen. Andererseits gibt es auch Bedarfslagen, die mit der Lebenssituation von Kindern außerhalb der Schule verknüpft sind (z.B. familiäre Besonderheiten, außerschulische Freizeitgestaltung, etc.). Die praktische Arbeit an der Schule konzentriert sich auf Tätigkeiten aus folgenden Bereichen:

  • Gruppenarbeit mit Schüler(inne)n: z.B. Arbeit mit der ganzen Klasse im Rahmen von Trainings zum Sozialen Lernen oder zur Konfliktbewältigung; außerdem themen- oder projektorientierte Angebote zu Themen wie Streitschlichter, Mobbing, Klassenklima oder Gewalt
  • Vernetzung mit dem Lehrerkollegium: z.B. regelmäßige, zielorientierte Besprechungen; Teilnahme an Lehrerkonferenzen, gemeinsame Fortbildungen, Beratung
  • Einzelfallhilfe für Schüler(innen): wird im Wesentlichen durch Beratungen gewährleistet sein; beinhaltet bei Bedarf die Einbeziehung des weiteren Umfeldes wie Lehrkräfte oder Eltern
  • Krisenintervention: umfasst das schnelle (Mit-)Reagieren bei sozialen Problemen in Klassen oder der gesamten Schule, wie z.B. bei Mobbing, Gewalt, Drohungen, etc.;  darüber hinaus beinhaltet Krisenintervention eine Mitwirkung oder ein selbstständiges Tätigwerden, wenn zum Wohl oder Schutz von Kindern Maßnahmen ergriffen werden müssen
  • Elternarbeit: z.B. Beratung von Eltern bei Fragen oder Gesprächsbedarf; themenbezogene Elternabende
  • Unterstützung und Aufbau emanzipatorischer und demokratischer Strukturen: z.B. Anregung von Angeboten wie Klassenrat, Schülermitverwaltung
  • Gremienarbeit: bei Bedarf Mitwirkung in Gremien und Arbeitskreisen, die sich mit der Verbesserung der Rahmenbedingungen von Bildung und Erziehung in der Schule befassen
  • Kontakt zu externen Partnern: z.B. Vernetzung mit der offenen Jugendarbeit, Austausch mit Einrichtungen der Jugendhilfe bzw. des psychosozialen Hilfesystems